Das Umwelt und Naturschutz Blog

Wenn die Dämmerung kommt, segeln sie lautlos über den Himmel: Fledermäuse. Zur 24. Internationalen Batnight am 29. und 30. August 2020 kann man die wendigen Insektenjäger auf zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland erleben. Und erfahren, dass Vorurteile über Fledermäuse völlig aus der Luft gegriffen sind.

Es gibt 25 heimische Fledermausarten. „Keine einzige Art in Deutschland und Europa ernährt sich von Blut“, sagt Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer. „Unsere heimischen Fledermäuse fressen ausschließlich Insekten.“ Und genau das ist ein Problem für die Tiere, denn das Insektensterben könnte sich negativ auf die Bestände auswirken. „Sie leiden außerdem stark unter Wohnungsmangel“, erklärt Miller. „Durch unbedachte Sanierung alter Gebäude und das Abholzen von alten Bäumen finden Fledermäuse immer weniger Unterschlupf.“ Von unseren heimischen Fledermäusen sind viele Arten gefährdet, einige sogar vom Aussterben bedroht. Umso wichtiger sei es, über die Tiere aufzuklären und zu vermitteln, wie jeder ihnen helfen kann, so Miller. Etwa, indem man seinen Garten zu einem Fledermaus-Paradies macht: „Wer Fledermäuse in seinen Garten lockt, wird bald feststellen, dass sie kein bisschen gruselig sind, sondern faszinierende Flugkünstler, die in den Abendstunden ihr Können zeigen.“

Die internationale Batnight findet traditionell Ende August statt, und das mittlerweile weltweit in über 35 Ländern. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert, dabei gab es im Vorjahr über 200 Batnight-Veranstaltungen.

Weitere Informationen zur Batnight unter www.batnight.de

Quelle: NABU