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Deutsche Landwirte werden im Jahr 2015 voraussichtlich 9,9 Millionen Tonnen Kartoffeln ernten. Nach der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE)“ liegen die Ergebnisse rund 10 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 2009 bis 2014. Das geringe Angebot wird sich auch in den Preisen niederschlagen, informiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Verbraucher müssen für Kleingebinde 25 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

Die BEE ist eine Einschätzung der Ernteergebnisse auf Basis der vorliegenden Rodungen, wobei die Ernte der späten Kartoffelsorten noch nicht abgeschlossen ist.

Mit Ausnahme der Bundesländer Niedersachsen und Rheinland-Pfalz haben die Erzeuger bundesweit auch weniger Knollen angepflanzt. Die Anbaufläche lag bei insgesamt rund 234.000 Hektar – 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr und 6,5 Prozent weniger als der mehrjährige Durchschnitt. Gründe für die Entwicklung sind in erster Linie die geringen Erzeugerpreise in der letzten Kampagne.

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Zusätzlich waren die Witterungsbedingungen im Jahr 2015 nicht optimal. Bereits die Auspflanzung der Frühkartoffeln war durch starke Niederschläge im Winter regional erschwert. Ein heftiger Frühjahrssturm zerstörte die Folienabdeckung. Außerdem beeinträchtigten Hitze und extreme Trockenheit die Vegetationsentwicklung; vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands. Erst für die späten Kartoffelsorten wurden die Wachstumsbedingungen besser. So liegen die Hektarerträge nach aktuellen Schätzungen bei rund 421 Dezitonnen pro Hektar. Das sind 11,2 Prozent weniger als im Vorjahr und 3,6 Prozent weniger als der mehrjährige Durchschnitt.

Quelle: Heike Kreutz, aid.de

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